Tag 11: Königstein (D) – Litoměřice (CZ)
81.7 km, 287 m, Freitag, 12. 5. 2006
Elberadweg mit Grenze von Deutschland zur Tschechischen Republik.
Wären wir dem ausgeschilderten
Elberadweg gefolgt, hätten wir mit der Fähre in Königstein
auf die rechte Flussseite übersetzen sollen, um in Bad Schandau
über die Brücke auf die linke Seite zurückzukehren.
Wir fuhren stattdessen die wenigen Kilometer bis Bad Schandau
auf der Straße B172, die noch erträglichen Verkehr
hatte. Von dort ging es linkselbisch auf dem Radweg bis zur Grenze in
die Tschechische Republik weiter.
Am
kleinen Grenzübergang für Fußgänger und
Fahradfahrer war niemand, der unsere Ausweise sehen wollte. Ab jetzt
war der Weg als Fernradweg Nr. 2 ausgeschildert. Zunächst
verlief der Weg neben dem Fluss und der Bahnstrecke flach weiter. Am
Dorf Prostředni �leb war aber die Beschilderung etwas
widersprüchlich, so dass wir zunächst steil ins Dorf
hinaufschieben mussten, um anschließend steil wieder nach unten
fahren zu können. Wieder unten, bei einer Eisenbahnbrücke
über die Elbe, hatten wir den Eindruck, dass auch ein flacher
Weg entlang des Flusses möglich gewesen wäre. In der
anderen Fahrtrichtung war auch ein Schild angebracht.
Eisenbahnbrücke über die Elbe.
In Děčín
angekommen, machten wir den Fehler, nicht über die Brücke
auf die andere Flussseite zu wechseln. Wir blieben linkselbisch und
fuhren auf der Straße Nr. 42, bzw. E442, weiter.
Bei dem starken Verkehr gab es zum Glück einen breiten
Seitenstreifen, auf dem wir fahren konnten. Nebenher sahen wir
neidvoll auf der anderen Flussseite die Straße Nr. 261
mit wenig Autoverkehr aber mit anderen Fahrradfahrern. Leider gab es
bis Ústí nad Labem keine weitere Brücke. Nur im
Ort Povrly konnten wir eine etwas ruhigere Ortdurchfahrt
nutzen.
In Ústí nad Labem fuhren wir über die
Elbebrücke und nach einem kurzen Einkauf ging es auf der Straße
Nr. 261 mit weniger Verkehr weiter flussaufwärts.
Teilweise war die Straße als Fernradweg Nr. 2 ausgeschildert,
teils führte der Radweg aber auch abseits der Straße
entlang. Wenn wir die Straße zu Gunsten des Radwegs verließen,
wurden wir wenig später häufig von der schlechten
Wegqualität enttäuscht. Wir waren dann immer froh, zur
Straße zurückzukommen. Radtouristen mit Gepäck haben
eben andere Ansprüche als Mountainbiker.
Der Hauptplatz (Rudnik) in Litoměřice.
Im Dorf Libochovany wurden wir dann vor die Alternative
gestellt, den Fahrradweg am Fluss entlang oder den über einen
Hügel entlang der Straße zu wählen. Wir entschlossen
uns für die Flussroute. Der Schotter war dann grob und zum Teil
so locker, dass wir schieben mussten. Wir hatten uns aber einen Berg
erspart.
Schließlich kamen wir nach Litoměřice, wo wir uns in
der Tourist-Information am Marktplatz (Rudnik) nach einem
Campingplatz erkundigten. Es gab einen geöffneten Platz am
Elbufer, und hier blieben wir auch. Da wir an diesem Tag
vergleichsweise wenig gefahren waren, hatten wir sogar noch viel Zeit
für einen Stadtrundgang.
Etwas erstaunt waren wir, dass wir unsere Fahrräder auf dem
Campingplatz wegschließen lassen sollten. An den nächsten
Tagen erfuhren wir aber, dass das in Tschechien wohl üblich ist.
Was hätten wir besser machen können ?
Zwischen dem Dorf Prostředni �leb und Děčín
hätten wir uns möglicherweise die steile Ortsdurchfahrt
sparen können. Ob der Weg am Fluss durchgängig befahrbar
war und welche Qualität er hat, wissen wir aber nicht. Der
Fahrradweg ist so ausgeschildert, als ob er nur flussabwärts
gefahren werden sollte.
Zwischen Děčín und Ústí nad Labem
sollte man unbedingt rechtselbisch auf der Straße Nr. 261
fahren, da hier weniger Verkehr als auf der anderen Flussseite
herrscht.
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